Das Musical „Joseph” wurde von Andrew Lloyd Webber (Musik) und Tim Rice (Buch und Texte) geschrieben und 1968 im Rahmen einer Schulaufführung in London das erste Mal inszeniert. Webber begann mit diesem Musical seine Karriere als Musicalkomponist und zählt heute zu einem der erfolgreichsten in diesem Gebiet. Die Handlung beschreibt die biblische Geschichte von Josef in Ägypten, der auch Joseph der Träumer genannt wird.
Sein Vater Jakob der Patriarch hat Joseph als seinen Lieblingssohn, was dazu führt, dass die Geschwister ihn aus Eifersucht an den reichen Potiphar verkaufen. Dies wird aus Sicht des Kinderchors erzählt. Die Ehefrau des Potiphars versucht nun, Joseph zu verführen, der daraufhin von deren verärgerten Mann ins Gefängnis geworfen wird. Doch Joseph schafft es, sich zu retten: Er ist ein sehr guter Traumdeuter, weshalb er den Pharao Ägyptens vor einer siebenjährigen Hungersnot warnen kann. Daraufhin wird er zum Wirtschaftsminister Ägyptens und Berater des Pharaos und schafft es, das Land durch diese schwierige Zeit zu führen, in der er auch seine Brüder wieder trifft und ihnen verzeihen kann.
Musikalisch ist die Show sehr vielseitig, da sie viele Parodien verschiedenster Musikstile sowie Hommagen an bekannte Musiker enthält. Der Text
besteht dazu aus viel Wortwitz, wodurch viele neuzeitliche Bezüge entstehen und ist oft in einer intelligenten Reimbildung verfasst.
Deshalb haben auch mehre internationale Produktionen auf die Übersetzung des Musicals verzichtet, um nicht weit hinter der Originalfassung zu bleiben, die durch Übersetzungen viel an Witz verliert.
Nachdem das Musical viel positive Resonanz nach seiner Premiere 1968 erfuhr, fanden weitere Aufführungen noch im selben Jahr unter anderem auch in Saint Paul’s Cathedral statt. 1973 wurde das Musical auch in Folge des erfolgreichen Musicals „Jesus Christ Superstar”, das ebenfalls von Webber und Rice geschrieben wurde, am Albery Theatre im Londoner West End inszeniert. 1980 kam das Musical dann nach Deutschland und 1982 wurde es erstmals am Broadway im Royal Theatre aufgeführt.
Das Musical wurde immer mehr zu einem beliebten Kinderstück, was Webber so missfiel, dass er 1991 eine überarbeitete Fassung im Palladium in London produzierte. Diese Version wurde in der Folgezeit unter anderem in Los Angeles, am Broadway, in Toronto, in Wien, als Tourneeproduktion und in Essen gezeigt. An diese Inszenierung lehnt sich auch der 1999 entstandene Musicalfilm „Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat” an.
In den Jahren 2003 bis 2005 kam es zum zweiten Mal zu einem West-End-Revival und im Sommer 2008 wird das Musical auf der Felsenbühne Staatz in Österreich wieder zu sehen sein.
2 Antworten for "Joseph"
[...] zur Welt kam, stammt aus einer Musikerfamilie und begann seine Karriere 1968 mit dem Musical „Joseph and the Amazing Technicolour Dreamcoat“. Er erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen für seine populären [...]
[...] Andrew Lloyd Webber, der das Musical gemeinsam mit Tim Rice schrieb, stammt aus einer Musikerfamilie: Sein Bruder ist heute ein bekannter Cellist. Webber arbeitete nicht das erste Mal mit Rice zusammen, der für das Libretto zuständig war. Evita war ihre erste Zusammenarbeit seit dem Abschluss der Arbeiten für „Jesus Christ Superstar“ im Jahre 1971. Webber begann seine Karriere jedoch bereits 1968 mit dem Musical „Joseph and the Amazing Technicolour Dreamcoat“. [...]
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