Das Musical Elisabeth beruht auf einer wahren Geschichte und beschreibt das Leben der Kaiserin Elisabeth von Österreich. Es ist mit über acht Millionen Zuschauern das bisher erfolgreichste deutschsprachige Musical.
Elisabeth wird hier anders als bei den Klischeehaften Sissi-Filmen als moderne Frau dargestellt, der Charakter jedoch ist mit Fluchtmechanismen, Todessehnsucht und Magersucht nach neuesten Forschungen ihrer wahren Persönlichkeit sehr ähnlich.
Die Geschichte wird von ihrem Attentäter Lucheni, der sie am 10. September 1898 erstach, geschildert.
Der Tod ist in dem Stück ein attraktiver junger Mann, der sie immer wieder zu verführen versucht – Elisabeths Nähe zum Tod wird so dargestellt. Sie lässt sich jedoch nicht richtig auf ihn ein: Er wird zu ihrem heimlichen Geliebten.
Die Geschichte beginnt, als sie noch ein junges Mädchen war. Sie war ihrem Vater sehr ähnlich und wollte niemals verheiratet werden. Als sie jedoch durch Zufall mit dem jungen Kaiser von Österreich Franz Joseph zusammentrifft, verliebt sie sich in ihn – die beiden wollen heiraten. Doch Elisabeth wurde nicht zur Kaiserin erzogen, ihre Schwester Helene sollte eigentlich den Thron besteigen und so kommen schnell Unstimmigkeiten mit ihrer Schwiegermutter auf.
Die Kinder, die sie bekommt, sollen nicht von ihr erzogen werden. Elisabeth wird immer verbitterte und stößt den eigenen Sohn von sich, der sich daraufhin das Leben nimmt. Immer wieder tritt sie in Kontakt mit dem Tod, jetzt bittet sie ihn sogar, sie endlich zu holen, die Ehe mit dem Kaiser ist längst nur noch eine Fassade.
Am Ende wird die Ermordung durch Lucheni und die Umarmung durch den Tod als Happy-End geschildert.
Das Musical schildert jedoch auch Zeitumstände, wie Dekadenz, aufkommenden Nationalismus und Antisemitismus, sowie die Revolution.
Am 3. September 1992 wurde es im Theater an der Wien uraufgeführt und lief dort jahrelang. Im Herbst 2003 wurde es in Wien für zwei Jahre wieder aufgenommen. 1996 gelangte es nach Japan, wo es bisher 1,5 Millionen Zuschauer besuchten. Weitere Produktionen kamen nach Ungarn, Schweden, Holland, Finnland und in die Schweiz.
In Deutschland wurde es erstmals in Essen aufgeführt, kam dann nach Stuttgart und läuft ab dem 20. April 2008 in Berlin im Theater des Westens.
Sein im Mai 1945 in Serbien geborener Komponist war schon als Kind ein sehr guter Musiker. Mit acht Jahren begann Sylvester Levay seine Ausbildung an einer Musikschule. Ab 1962 arbeitete er in ganz Europa, bis er 1972 nach München kam. Von 1980 bis 2000 verbrachte er sehr viel Zeit in Hollywood, um Filmmusik zu komponieren. Heute lebt er mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Wien. Zuletzt schrieb er gemeinsam mit Michael Kunze, der auch das Libretto für Elisabeth schrieb, das Musical Rebecca, das im September 2006 in Wien uraufgeführt wurde.
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