Das Musical „Evita“ erzählt die Geschichte der argentinischen Präsidentengattin Eva Perón. 1974 begannen Andrew Lloyd Webber und Tim Rice ihre Arbeit an dem Musical, 1976 erschien die erste Aufnahme von Evita als LP. Das Album und die Single „Don’t cry for me Argentina“ waren ein großer Erfolg: In vielen Ländern landete es auf Platz 1 der Charts.
Im Juni 1978 feierte das Musical schließlich in London im Prince Edward Theatre Premiere. Im Mai 1979 war die amerikanische Erstaufführung in Los Angeles im Dorothy Chandler Pavilion. Im Februar 1997 kam „Evita“ schließlich auch nach Deutschland und wurde dort erstmals im Schillertheater NRW im Musiktheater Gelsenkirchen aufgeführt.
In Evitas Heimatort Los Toldos beginnt die Geschichte, wo Evita den Barsänger Augustin Magaldi kennen lernt. Mit ihm geht sie nach Buenos Aires, wo sie Juan Domingo Perón begegnet, was von der High Society jedoch nicht gern gesehen wird. Peróns politische Gegner sorgen schließlich dafür, dass er verhaftet wird. Evita, die mittlerweile recht viel öffentlichen Einfluss genießt, schafft es aber, Perón zu befreien. Daraufhin heiraten die beiden und Evita hat vor, politisch weiter aufzusteigen. Sie versucht sogar, Vizepräsidentin zu werden, scheitert jedoch auf Grund ihrer schweren Krankheit: Sie leidet an Gebärmutterhalskrebs.
Schließlich stirbt sie an der Krankheit. Che Guevara ist während des Stückes immer ihr moralischer Gegenspieler und kritisiert sowohl ihre Verfahrensweisen und Entscheidungen als auch die ihres Ehemannes.
Das Musical des bekannten Andrew Lloyd Webber war sehr erfolgreich und wurde 1996 auch mit Madonna in der Titelrolle verfilmt. Der Film war ebenso erfolgreich wie das Musical, sowie sein Soundtrack, der unter Anderem den Oscar für den besten Filmsong 1996 erhielt.
Andrew Lloyd Webber, der das Musical gemeinsam mit Tim Rice schrieb, stammt aus einer Musikerfamilie: Sein Bruder ist heute ein bekannter Cellist. Webber arbeitete nicht das erste Mal mit Rice zusammen, der für das Libretto zuständig war. Evita war ihre erste Zusammenarbeit seit dem Abschluss der Arbeiten für „Jesus Christ Superstar“ im Jahre 1971.
Webber begann seine Karriere jedoch bereits 1968 mit dem Musical „Joseph and the Amazing Technicolour Dreamcoat“.
Für seine popülären Werke erhielt er zahlreiche Preise und Auszeichnungen, unter Anderem sind es der Oscar für den Song „You must love me“ aus „Evita“, sieben Tony Awards, drei Grammy Awards, vier Drama Desk Awards und sogar eine Auszeichnung für „Best Classical Contemporary Composition“ für das Requiem, das er 1986 schrieb.
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