Das Musical „Falco meets Amadeus“ hatte im Jahr 2000 im Theater des Westens in Berlin Premiere. Wie der Titel schon verrät handelt es von zwei Ausnahmeerscheinungen der Musikgeschichte: Wolfgang Amadeus Mozart und Falco waren beide große Genies, die jedoch bis zur Selbstzerstörung arbeiteten.

Falco ist hierbei eine inszenierte Figur, dessen seelenverwandtes Musikgenie Mozart als Begleitung erscheint.
Im Musical geht es darum, das Showbusiness möglichst authentisch mit allen guten und schlechten Seiten darzustellen, während die Geschichte sich in weiten Teilen an Motiven der klassischen Faust-Geschichte orientiert.

Falco selber wurde am 19.Februar 1957 in Wien geboren und starb bereits am 6.Februar 1998 wieder bei Puerto Plata in der Dominikanischen Republik. Er war ein österreichischer Musiker, eigentlich Johann Hölzel genannt, der großen Erfolg erlangte: Sein Titel „Rock me Amadeus“ erreichte als erstes und bisher einziges deutschsprachiges Lied die Spitze der US-Billboard-Charts. Außerdem wurden bislang rund 60 Millionen seiner Tonträger verkauft. Seine Karriere startete der Musiker in den 70er Jahren. In Wien trat er dem Ersten Wiener Musiktheater bei, wo er erste Erfolge hatte, die sich allerdings auf die Wiener Szene beschränkten.
Nachdem er in einer Band als Bassist spielte und eine eigene Band gegründet hatte, gelang es ihm, einen ersten Hit zu landen, der jedoch vom Hörfunk boykottiert wurde. Der Titel „Ganz Wien“ beschreibt die Drogenszene der Stadt und diente ursprünglich als Pausenfüller für die Auftritte mit Band. 1981 schaffte Falco es dann, zum Solo-Künstler zu werden. Mit seinem Titel „Der Kommissar“ schaffte er schließlich den Durchbruch und Mitte der 80er Jahre auch europaweit.

Doch Falcos Karriere war bald sehr Kräftezehrend und er erlebte auch Rückschläge. Am 6.Februar 1998 starb der Musiker bereits wieder bei einem Autounfall. Sein Wagen wurde von einem Bus gerammt, er war augenblicklich tot. Später wurde festgestellt, dass er einen Blutalkoholwert von 1,5 Promille hatte, des Weiteren wurden große Mengen an Kokain sowie Marihuana nachgewiesen.  Eine Zeit lang nach seinem Tod kam das Gerücht auf, Falco habe sich das Leben genommen.

Er wurde auf dem Wiener Zentralfriedhof im Beisein von über 6000 Fans beerdigt. Das Musical ist im Rockstil gehalten und bekam die Auszeichnung „Bestes Rockmusical“. Dabei stammt die Musik von Johnny Bertl und Manfred Schweng unter Einbeziehung originaler Falcosongs von Rob und Ferdi Bolland und Falco selber, das Buch verfasste Burkhard Driest.

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