Das Rock-Musical oder auch die Rock-Oper „Jesus Christ Superstar“ wurde im Oktober 1971 im Mark Hellinger Theater in New York das erste Mal aufgeführt. Die Musik wurde von dem damals noch unbekannten Andrew Lloyd Webber geschrieben, der jedoch mit diesem Musical seinen Durchbruch als anerkannter Musical-Komponist schaffte. Tim Rice verfasste die Liedtexte für das Musical in Anlehnung an die Bibelerzählungen der letzten sieben Tage Jesu.

Jesus wird von den Menschen als der Sohn Gottes gehalten, während jedoch Judas, einer der Jünger Jesu, meint, dass diesem die Situation langsam aus den Händen gleitet. Zudem kann er die Freundschaft zwischen Jesus und der Prostituierten Maria Magdalena kaum aushalten. Vom Glauben besessen, Jesus stoppen zu müssen, um ihm und seinen Jüngern das Leben zu retten, vertraut sich Judas den jüdischen Hohepriestern an, welche aus Furcht vor einem Volksaufstand Jesus nun ermorden wollen. Dieser berichtet seinen Jüngern beim Abendmahl, dass dies wohl das letzte gemeinsame Abendmahl sein werde, da er bald hingerichtet würde. Die Jünger jedoch nehmen diese Worte nicht ganz ernst und scheinen die Lage nicht zu verstehen. Sie scheinen eher den Ruhm genießen zu wollen, den die Freundschaft mit Jesus mit sich bringt.  Nun bieten sich Jesus und Judas ein heftiges Wortgefecht, woraufhin Judas verschwindet, um die Hohepriester und ihre Wächter zu holen.

Als Jesus nun zu Gott betet, äußert er seine Zweifel, ob sein Tod überhaupt die Erlösung der Menschen bezwecken kann oder ob er umsonst sein Leben gibt. Als Judas schließlich weinend Abschied von ihm nimmt, hat Jesus ihm längst vergeben und lässt sich ohne Widerstand von den Wächtern der Hohepriester abführen. Judas erhängt sich voller Verzweifelung und im Glauben, dass Jesus ihn nie wieder lieben könnte.
Derweil wird Jesus von Pontius Pilatus verhört, schweigt jedoch, weshalb er König Herodes persönlich vorgestellt wird. Schließlich soll er sterben. Am Ende des Musicals wird der tote Jesus von Maria Magdalena beweint und schließlich vom Kreuz abgenommen.

Trotz des Widerstands einiger radikaler christlicher Gruppen wurde die Rockoper ein Kassenerfolg und brachte es in der Originalinszenierung auf 720 Aufführungen. Nur in Südafrika war die Aufführung des Musicals verboten.

In Deutschland hatte „Jesus Christ Superstar“ am 18. Februar 1972 in der Halle Münsterland in Münster in deutscher Sprache seine Premiere. Da es vom Musical drei verschiedene Fassungen gibt (mit großem Orchester, mit reduzierter Orchesterbesetzung und mit Rockband allein), kann sie in großen wie in kleinen Theatern gut aufgeführt werden.

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